Lesestoff und Anregungen in Corona-Zeiten

Rheine-gestern, heute, morgen neu erschienen

Mit einer neuen Ausgabe voller lesenswerter und stadtgeschichtlich bedeutsamer Themen wartet in diesen Tagen die Redaktion „Rheine-Gestern, Heute, Morgen“ auf. Zugleich lädt die 83. Ausgabe dieser Zeitschrift zu einem Stadtbummel ein, um die eine oder andere Sehenswürdigkeit mit „neuen Augen“ zu sehen. So umreißt der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Norbert Köster die Bauzeit der Dionysiuskirche, beschreibt Teile des Innenraumes neu und verbindet sie mit christlichem Gedankengut. Ein Text, mit dem sich der Kirchbau ganz individuell neu erschließen lässt. Und Paul Nienhaus beschreibt als Mitglied der Redaktion die Installation des Künstlers Mario Haunhorst mit dem dazugehörigen Schaukeln in der Kirche, das in der Fastenzeit so gut ankam und Corona bedingt bis zu diesem Wochenende pausieren musste. Nun aber können Gruppen werktags während der Öffnungszeiten der Kirche wieder schaukeln. Anmeldungen nimmt das Pfarrbüro entgegen.

Dr. Peter Rohlmann zeigt auf, welches stadtgeschichtliches Kleinod das historische Traufenhaus an der Münstermauer 27 darstellt, welche Chancen dieses historische Stadtquartier bietet und was seit der Übernahme des Hauses durch den Verein Historische Altstadt geschehen ist. Und schließlich könnte dieser kleine „Stadtbummel“ von der Dionysius-Kirche über das historische Traufenhaus auf dem neugestalteten Marktplatz enden, dessen Planung und Ausbau die verantwortlichen Ingenieure des Rathauses detailliert beschreiben.

Die Familienbildungsstätte feiert in diesem Jahr ihren 60sten Geburtstag. Redaktionsleiter Bernd Weber erforschte die Geschichte dieser Bildungsstätte, die ihre Wurzeln in der Frauenbildung während der Industriealisierung der Stadt hat und die später aus dem Marienstift an der Lingener Straße heraus gegründet wurde. Der verstorbene Pfarrer Wilhelm Trappe, der in den 1950er Jahren den bischöflichen Auftrag bekam, die Caritas in Rheine wieder aufzubauen, gilt als der Wegbereiter der damaligen „Mütterschule“. Wie die Familienbildungsstätte ihren Weg von der Lingener Straße zur Mühlenstraße fand und welche Schwerpunkte sie in der Bildungsarbeit der Stadt setzt und gesetzt hat, ist in dem umfangreichen Artikel nachzulesen.

Über eine Pionierin sozialer und seelsorglicher Arbeit aus Mesum, der wegen Ihrer Arbeit vor allem in Haren an der Ems geehrten  Schwester Kunigunde berichtet Franz Greiwe. Und Lothar Kurz stellt die Geschichte des Gedenkkreuzes für Johann Michael von der Leyen vor, das von Heinrich Meyering entworfen wurde.

Einer, der für die Redaktion „Rheine-gestern, heute, morgen“ Stadtgeschichte erforscht und selbst als langjähriger Leiter des Gymnasium Dionysianum Stadtgeschichte geschrieben hat, ist im Dezember des vergangenen Jahres von uns gegangen. Herbert Huesmann erinnert an den verstorbenen Prof. Dr. Heinrich Krefeld und Ingmar Winter führte wenige Tage vor dem Tod ein letztes Gespräch mit ihm, das in dieser Ausgabe dokumentiert ist.

Die immer wieder lesenswerten Kurzbeiträge von Otto Pötter und die Vorstellung heimatgeschichtlicher Literatur komplettieren das Heft, das in diesen Tagen den Abonnenten zugestellt und mit Beginn der kommenden Woche auch im innerstädtischen Buchhandel sowie in der Verkaufsstelle „Der Dorenkämper“ und in der „Schreibwaren- und Buchhandlung Wilp“ in Mesum zu kaufen sein wird.

[Text: Bernd Weber]