Stadtfest in der Partnerstadt Trakai

Der jüngste offizielle Besuch in Rheines litauischer Partnerstadt Trakai anlässlich des diesjährigen Stadtfestes war ein Wiedersehen mit alten Freunden.

Norbert Kahle als Rheines Stellvertretender Bürgermeister und Clemens Schöpker als Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaften der Stadt Rheine wurden von Trakais Bürgermeisterin Edita Rudeliene zu einem interessanten zweitägigen Besuchsprogramm begrüßt. Daran nahmen auch Bürgermeister und kommunale Vertreter von Partnerschaftsdelegationen aus Städten in Georgien, Polen, der Ukraine und Weißrussland teil.

Das Programm, das die Stadt Trakai jedes Jahr für ihre Partnergemeinden plant u. organisiert, braucht keinen Vergleich zu scheuen und ist für die angereisten Freunde und Gäste immer wieder höchst eindrucksvoll. Seit 1996 verbindet Rheine und Trakai eine Städtepartnerschaft. Ihren Anfang nahm die Kooperation über Hilfstransporte, die von der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien in Eschendorf ausgingen. Aus diesen Anfängen entwickelte sich diese Partnerschaft zu einem Dach, unter dem – gemeinsam mit vielen anderen organisierte – Jugend-, Kultur- und Sportaktivitäten sowie eine Vielzahl sozialer Projekte realisiert wurden. Für Norbert Kahle wurde diese Reise auch zu einem Wiedersehen mit einigen alten Bekannten, die er schon 1996, anlässlich der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages, kennengelernt hatte. Jetzt kam es auch zu der eindrucksvollen Begegnung mit dem heute 92-jährigen Monsignore Vytautas Rukas, dem emeritierten Pfarrer von Trakais Katholischer Kirchengemeinde, deren Marienkirche 2018 zur Marien-Basilika erhoben wurde.

Der Aufenthalt wurde auch genutzt, um den Ende des Monats anstehenden Jugendbotschafteraustausch abzustimmen und die Zusammenarbeit mit Verwaltung und Partnerkomitee in Trakai neu auszurichten. In Gesprächen mit Vertretern des Trakai Art School Orchestra wurden zudem die Möglichkeiten eines geplanten Musikprojektes erörtert, dass neben Trakai und Rheine auch weitere Partnerstädte einbeziehen soll.

Beeindruckt zeigten sich Clemens Schöpker und Norbert Kahle von der politischen Stabilität der immer noch jungen litauischen Demokratie und der insgesamt Europa-freundlichen Stimmung. So haben bei der jüngsten Wahl zum Europäischen Parlament rechtsextreme Parteien keinen einzigen der insgesamt elf Litauischen Sitze im Straßburger Parlament erobern können.