Leben & Familie
Kinderschutz als gemeinsame Aufgabe – Auftakt des Netzwerks Kinderschutz Rheine
Ziel des Treffens war es, die verschiedenen Berufsgruppen für Kinderschutzfragen zu sensibilisieren und eine gemeinsame Haltung zum Thema Kinderschutz zu entwickeln.
Zu Beginn begrüßte Sozialdezernent Raimund Gausmann die zahlreich erschienenen Gäste und machte deutlich, wie wichtig eine abgestimmte Zusammenarbeit ist: „Die Zahl der Hinweise auf mögliche Kindeswohlgefährdungen, die bei den Jugendämtern eingehen, steigt seit Jahren kontinuierlich. Damit wir Kinder und Jugendliche zuverlässig schützen können, brauchen wir ein starkes Netzwerk aller beteiligten Institutionen, Träger und Vereine.“
Im Mittelpunkt des Programms stand der Vortrag von Dr. Christine Böttger mit dem Titel „Kindeswohl interdisziplinär denken“. Sie beleuchtete den oftmals spannungsreichen Zusammenhang zwischen Kindeswille und Kindeswohl aus philosophischer Perspektive und eröffnete den Teilnehmenden neue Blickwinkel. Die Wünsche von Kindern und Jugendlichen müssten ernst genommen werden, seien jedoch in Krisensituationen nicht immer mit dem Kindeswohl vereinbar. In Workshops wurden die Impulse anschließend anhand konkreter Fallbeispiele vertieft und in die Praxis übertragen.
Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen – darunter das Jugendamt, medizinische Einrichtungen, Polizei, freie Träger der Jugendhilfe, Schulen, Kindertageseinrichtungen, Verfahrensbeistände, Beratungsstellen, das Frauenhaus, Sportvereine sowie Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit – nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch.
Blick nach vorn: Steuerungsgruppe geplant
David Röwer, Koordinator des Netzwerks und Mitarbeiter des Jugendamtes, skizzierte den weiteren Weg: Eine Steuerungsgruppe soll künftig die Bedarfe ermitteln, Fortbildungen koordinieren und Veranstaltungen rund um das Thema Kinderschutz organisieren.
Das große Interesse und die aktive Beteiligung verdeutlichten die hohe Relevanz des Themas Kinderschutz. Viele Teilnehmende äußerten den Wunsch nach regelmäßigen Treffen und einer dauerhaften Zusammenarbeit.
Organisator David Röwer zog ein positives Fazit: „Diese Veranstaltung war ein wichtiger Startpunkt. Wir wollen ein lebendiges Netzwerk aufbauen und die Kooperation in unserer Stadt nachhaltig stärken – für mehr Handlungssicherheit im Kinderschutz“.
Freuten sich über den gelungenen Auftakt (v.l.): Sozialdezernent Raimund Gausmann, Referentin Dr. Christine Böttger, Jugendamtsleiterin Annette Wiggers und David Röwer, Koordinator des Netzwerkes Kinderschutz der Stadt Rheine.
Besuchszeiten
Mo 08:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr
Die 08:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr
Mi 08:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr
Do 08:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr
Fr 08:30 – 12:00 Uhr
