Schülerinnen und Schüler erhalten eine Urkunde für die Ausbildung zum SaM

Diese Themen betreffen uns alle

„ Ich hab noch nie“ – mit Hilfe dieser Methode brachten die 35 Schülerinnen und Schüler dem Publikum die Themenblöcke Sucht und Drogen, Gewalt und Mobbing und Sexualität, die in der SaM-Ausbildung behandelt werden, näher. Denn durch Fragen wie „Kennen Sie eine Person aus der LSBTI-Gemeinschaft?“ oder „Haben Sie schon einmal Drogen konsumiert?“ wurde allen Anwesenden bewusst, diese Themen betreffen uns alle. Diese Tatsache war den SaM-Schülern aus sieben weiterführenden Schulen am Ende ihrer zweijährigen Ausbildung bewusst. Der Abschluss wurde jetzt festlich im Moriensaal des Falkenhofes gefeiert. Die Abkürzung SaM steht für Schüler/innen als Multiplikatoren und was das genau bedeutet, stellten die SaMs im Alter zwischen 15 und 16 Jahren in einem kurzen Film dar. Auch wurden die unterschiedlichen Schulprojekte, welche die SaMs an ihren Schulen selbst planen und durchführen, vorgestellt. So wurde zum Beispiel das Projekt zum Thema Gewalt an der Elsa-Brändström-Realschule, ein Projekt zum Thema Sucht und Drogen an der Nelson-Mandela-Schule und das Projekt zum Thema Sexualität am Emsland-Gymnasium vorgestellt.

Aber nicht nur die Projekte an den Schulen wurden dargestellt, sondern auch die Projekte, welche in Rahmen der Berlin-Fahrt durchgeführt wurden. Zum Beispiel ein Projekt zur sexuellen Vielfalt. Dazu stellten die SaMs ein Rollenspiel und Befragungen vor. Auch zu der Ausstellung zum Deutschen Wiederstand wurde ein Video gezeigt, in welchem Passanten befragt wurden, was für sie Freiheit bedeutet und ob und wie sie Wiederstand leisten würden, wenn ihre Freiheit eingeschränkt werden würde. Der stellvertretende Bürgermeister Norbert Kahle lobte die SaMs dafür, dass sie sich für die Themen Freiheit und Toleranz einsetzen, auch wenn dies unbequem sein kann, und betonte auch: „Das bringt euren Mitschülerinnen und Mitschülern eine Menge und ebenso euch selbst“. Außerdem bedankte er sich bei den Projektbeteiligen und den Schulen, welche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ihren Projekten unterstützen.

Zur weiteren Information:

Das bezweckt die Ausbildung zum SaM (Schüler/in als Multiplikator): Ziel ist es, das erlernte Wissen an andere Jugendliche weiter zu geben, selbst Präventionsprojekte in der Schule anzubieten und ein Bindeglied zum Jugendhilfesystem zu sein.