Heimat ist mehr als nur ein Wort
Heimat ist mehr als nur ein Wort
Ein Film von Heinz Schulte in Kooperation mit dem Integrationsrat der Stadt Rheine
Der Film: Heimat ist mehr als nur ein Wort wurde am 30. August 2025 in Gellendorf in einer der ehemaligen Werkshallen des Textilunternehmens Kümpers im Rahmen der Interkulturellen Wochen öffentlich uraufgeführt.
„In den 1960er Jahren erlebte Rheine, wie viele andere deutsche Industriestädte auch, eine große Migrationswelle von sogenannten „Gastarbeitern“. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften, insbesondere in der Textilindustrie, wurden gezielt Abkommen zur Anwerbung von Arbeitskräften geschlossen. In Rheine kamen viele dieser Arbeitskräfte aus Portugal und Italien.
Diese Menschen verließen ihre Heimat, um in Deutschland ein besseres Leben zu finden und ihre Familien in der Ferne zu unterstützen. Anfangs war der Plan oft, nur eine begrenzte Zeit zu bleiben. Doch viele von ihnen entschieden sich, in Rheine zu bleiben und hier eine neue Heimat aufzubauen.
Dieser Film erzählt die Geschichte, wie Rheine durch die Zuwanderung neuer Kulturen zu dem geworden ist, was es heute ist. Er zeigt, wie die Nachkommen der damaligen Arbeiter aus Portugal und Italien nicht nur Teil der Stadtgeschichte wurden, sondern aktiv mitgestaltet und bereichert haben. So wurde die anfängliche Heimat auf Zeit zu einer neuen, gemeinsamen Heimat für alle. Die Vielfalt, die wir heute in Rheine sehen und leben, ist das Ergebnis dieser beeindruckenden Entwicklung.“ (Text: Homepage www.metropoli-filmhistorie.de )
Heinz Schulte:
Viele, die in Rheine leben, werden ihn und sein Herzensprojekt kennen: Das Metropoli-Kino für kleine Leute.
Das im Jahr 2001 eröffnete Metropoli ist Kino und Museum zugleich. Das Archiv umfasst weit über viele zig 1000 Stunden Filmmaterial, die Ergebnisse vieler Interviews sogenannter Zeitzeugen. Auch zahlreiche Fotos ergänzen seine Sammlung und dokumentieren das geschichtliche Erbe.
Heinz Schulte ist lokalhistorischer Filmer und seit 1978 tätig. Er besitzt das Fingerspitzengefühl, mit ihm oftmals fremden Menschen ins Gespräch zu kommen und so Teil ihrer emotionalen Erinnerungen zu werden. Er liebt den Austausch mit den Menschen, die von „ihrer Zeit und ihren Erfahrungen“ eindrucksvoll erzählen. Das Metropoli trägt durch seine Dokumentationsfilme entscheidend dazu bei, dass unsere Heimatgeschichte sichtbar und (er)lebbar wird und vor allen für weitere Generationen auch bleibt.
Heinz Schulte ist Mitbegründer und Mitglied der Arbeitsgruppe „die Film AG“.
Im Jahr 2019 wurde ihm für sein künstlerisches Schaffen der Kulturpreis verliehen.
Aber auch vor der Kamera ist Herr Schulte gelegentlich zu sehen: Ein Fernsehteam des Senders WDR besuchte ihn und sein Kino zu Hause und drehte dort einen Beitrag mit dem Titel: „Ein Leben für das bewegte Bild“.
Der Beitrag des WDR bringt es auf dem Punkt: Heinz Schulte lebt für die Bilder unserer Heimatgeschichten. Er führt uns allen die Vergangenheit vor Augen, und wie wichtig ein friedvolles Miteinander und ein Zusammenhalt der Menschen ist. Seine Arbeit fördert den Dialog zwischen Jung und Alt und allen Nationalitäten.
Hier können Sie sich den Film Heimat ist mehr als nur ein Wort ansehen:
Metropoli – Kino für kleine Leute
Wir, der Integrationsrat freuen uns sehr, mit Herrn Schulte dieses erfolgreiche Projekt durchführen zu dürfen. Wir bedanken uns recht herzlich für die Zusammenarbeit bei Herrn Schulte und allen weiteren Mitakteuren des Films Heimat ist mehr als nur ein Wort.