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Internationaler Frauentag

In regelmäßigen Abständen organisiert die Gleichstellungsstelle kulturelle Angebote zu frauenspezifischen Themen. Dazu gehören u.a. Vorträge und Diskussionen und auch der Internationale Frauentag.

Seit nunmehr 100 Jahren wird der Internationale Frauentag rund um den 8. März gefeiert. Es ist der Tag, an dem Forderungen nach gleichen Rechten im politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Leben Ausdruck verliehen wird. Der Ursprung des Internationalen Frauentages geht auf Aktionen der alten Frauenbewegung für mehr Gleichberechtigung zurück. Erste Impulse gingen 1858 von demonstrierenden Textilarbeiterinnen in New York aus. Sie protestierten gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und kämpften für gleiche Löhne.

Die unmittelbare Anregung zur Einrichtung eines Frauentages ging 1909 von amerikanischen Sozialistinnen aus. In Europa beschloss die II. Internationale Frauenkonferenz auf Initiative von Clara Zetkin und anderen Sozialistinnen am 27.08.1910 in Kopenhagen die Einführung des alljährlich Internationalen Frauentages. Am 19. März 1911 demonstrierten Frauen erstmals zum „Internationalen Frauentag“ in Deutschland, Österreich, Dänemark, der Schweiz und den USA. In den folgenden Jahren schlossen sich Frauen weiterer Länder an. Allein in Berlin riefen rund 45 000 Teilnehmerinnen eine Massenbewegung bei den Frauen hervor, die die Öffentlichkeit noch nicht erlebt hatte. Insgesamt gingen mehr als eine Million organisierte und nichtorganisierte Frauen in Deutschland auf die Straße, um ihr Recht auf volle politische Mündigkeit einzufordern.

Weitere Forderungen waren

  • das Wahl- und Stimmrecht der Frauen
  • verbesserte Arbeitsbedingungen (Acht-Stunden-Tag, Mindestlöhne)
  • ausreichender Mutter- und Kinderschutz

1918 hatten die Frauen erste Erfolge erstritten. Das Wahl- und Stimmrecht sowie der Acht-Stunden-Tag waren eingeführt. In der Zeit zwischen den Weltkriegen wurde der Frauentag in Deutschland durch zeitweilige Verbote behindert. Erst langsam konnte die Tradition wieder aufgenommen werden, wobei sich die inhaltlichen Schwerpunkte änderten. In dieser Zeit war es den Frauen wichtig, gegen die Strafbarkeit von Schwangerschaftsabbrüchen, die Sozialpolitik in der Weltwirtschaftskrise und die drohende faschistische Gefahr zu protestieren. 1933 wurde der „Internationale Frauentag“ nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verboten.

Für längere Zeit gab es keine größeren Veranstaltungen mehr. Die Frauenfrage war in den fünfziger und sechziger Jahren in Deutschland kein öffentliches Thema, denn Wiederaufbau und Wirtschaftswunder hatten Priorität. Erst mit dem zunehmenden Engagement von Frauen in der Gewerkschaftsarbeit wurde der Internationale Frauentag erneut zu einem Tag der Frauen gemacht.

Seit der Einführung des Internationalen Frauentages ist einiges erreicht worden. Frauen verfügen heute über politische Rechte, Bildung, sowie rechtliche und ökonomische Selbständigkeit. Im Jahre 2011 sind die Benachteiligungen von Frauen und Mädchen nicht mehr so augenfällig wie zu Beginn oder in der Mitte des 20. Jahrhunderts.

Dennoch bleibt es eine Tatsache, dass an Mädchen und Jungen immer noch unterschiedliche Rollenerwartungen gerichtet werden. Frauen haben trotz hoher Qualifikation weniger berufliche und politische Aufstiegschancen als Männer. Außerdem ist erschreckend, dass viele Frauen und Mädchen Gewalt und sexuelle Belästigung erfahren und dass Frauen die Mehrfachbelastung durch Beruf, Familie und Haushalt häufig allein bewältigen müssen.

Heute ist der Internationale Frauentag vor allem Anlass, um auf die immer noch bestehenden Benachteiligungen von Frauen in zahlreichen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens aufmerksam zu machen und die Verwirklichung einer tatsächlichen Gleichberechtigung von Frauen und Männern einzufordern. Gleichzeitig bietet dieser Tag aber auch Gelegenheit, das Erreichte zu feiern und das vielfältige Potential der aktiven Frauen und Mädchen zu präsentieren.

In jedem Jahr lädt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rheine alle Frauen und Männer zu einer hochkarätigen Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentages ein.

Rückblick

  • 2018: Veranstaltung mit Martina Brandl – „Schon wieder was mit Sex“
  • 2017: Veranstaltung mit Patrizia Moresco – „Die Hölle des positiven Denkens“
  • 2016: Veranstaltung mit Maria Vollmer – „Sünde, Sekt und Sahneschnittchen“
  • 2015: Veranstaltung mit Patricia Moresco – „BISSFEST: Dolce Vita im Sparschwein“
  • 2014: Veranstaltung mit Ingrid Helmer – „Humor fängt da an, wo der Spaß aufhört!“
  • 2013: Veranstaltung mit Barbara Hagin und Irmgard Himstedt – „zart-zornig-zickig“ sowie Usch Hollmann
  • 2012: Veranstaltung mit dem Ensemble KOPFLOS – „Die unterhörte Leichtigkeit des Beins“
  • 2011: Veranstaltung mit Usch Hollmann und Claudia Sandkötter – „Sei wie das Veilchen im Moose……“
  • 2010: Veranstaltung mit dem Frauenquintett „DietutniX“ – „Mit viel Gewühl“

Weitere Informationen

Wenn Sie Fragen zu den Veranstaltungen und frauenspezifischen Projekten und haben oder wissen möchten, welche Veranstaltungen demnächst in Rheine angeboten werden, wenden Sie sich an die Gleichstellungsstelle.

 
 
Adresse
Frau Monika Hoelzel
Rathaus Stadt Rheine
Klosterstraße 14
48431 Rheine
Telefon: 05971 939 268
Fax: 05971 939 8 268
Zimmer: 307
Besuchszeiten

Mo 08:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr

Die 08:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr

Mi  08:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr

Do 08:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr

 


Frau Gaby Beckmann
Rathaus Stadt Rheine
Klosterstraße 14
48431 Rheine
Telefon: 05971 939 633
Fax: 05971 939 8 633
Zimmer: 281
Besuchszeiten

Mo 08:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr

Die 08:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr

Mi  08:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr

Do 08:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr

Fr  08:30 – 12:00 Uhr


Frau Gaby Plake
Rathaus Stadt Rheine
Klosterstraße 14
48431 Rheine
Telefon: 05971 939 227
Fax: 05971 939 8 227
Zimmer: 311 a
Besuchszeiten

Mo 08:30 - 16:00 Uhr 

Die 08:30 - 14:30 Uhr

Mi 08:30 - 12:30 Uhr

Do  08:30 - 17:00 Uhr 

 


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    Stichwörter
    Frauentag, 8. März, Gleichberechtigung, Mindestlohn, Emanzipation, Frauenkultur, Wahlrecht


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