Unternehmen im Gespräch über Gewerbe-Linien

Gemeinsame Evaluation der Gewerbelinien in Helllmichs Backwelt und Befragungen in den Bussen der G- und C-Linien

Die Verkehrsgesellschaft Rheine betreibt die beiden neuen Gewerbebuslinien (G-Linien) G1 und G2. Um eine Evaluation des jetzigen Probebetriebs durchzuführen und den Anpassungsbedarf in Erfahrung zu bringen, trafen sich rund 20 Unternehmerinnen und Unternehmern in Hellmichs Backwelt. Im Vordergrund des Austausches standen das Meinungsbild, die Erfahrungen und die Optimierungsvorschläge aus der Wirtschaft.

„Für den Wirtschaftsstandort Rheine und im Hinblick auf die optimale Erreichbarkeit der Unternehmen für Kunden und vor allem Fachkräfte, sind die Gewerbe-Buslinien ein sinnvoller und wertvoller Baustein des Mobilitätsmanagements. Das Angebot muss aber auch zum Bedarf der Beschäftigten passen, damit eine optimale Nutzung der Linien erfolgt und daher auch nach der Erprobung die Linien bedarfsgerecht angeboten werden können“, erläutert Ingo Niehaus, Geschäftsführer der EWG Rheine, den Hintergrund des Gesprächs und der laufenden Befragung. Im Auftrag der Verkehrsgesellschaft führt die EWG aktuell die Evaluation durch.

Neben der Einführung der neuen G-Linien sind auch die Fahrtzeiten der Citylinien (C-Linien) im Probebetrieb aufgeweitet worden. Im Abendverkehr fahren die blauen Busse bis ca. 21.30 Uhr abends und sonn- und feiertags bereits ab 10.00 Uhr morgens. Parallel zum Unternehmensgespräch finden aktuell in den Bussen der G- und C-Linien Interviews statt, um ein Meinungsbild der Nutzer des Angebots zu erhalten.

„Die sehr hohe Bedeutung der G-Linien für die Unternehmen im Rheiner Norden wurde im Austausch mit den Unternehmen sehr schnell deutlich“, betont Projektleiterin Gisela Horstmann. „Dennoch stellen wir einen Optimierungsbedarf fest, der sich auf die Taktung und Fahrtzeiten der Busse mit Blick auf unterschiedliche Schichtsysteme und Anbindung an andere ÖPNV-Angebote bezieht.“ Dieser Anpassungsbedarf wird parallel in den Umfrageinterviews direkt in den Bussen konkretisiert, um den Aufsichtsgremien der Verkehrsgesellschaft eine Grundlage für die Entscheidung über die Fortführung und ggf. Anpassung des Busangebotes zu geben.

Die Initiative „Rheine-Standort der guten Arbeitgeber“ hatte vor Einführung der G-Linien auf die fehlende Erreichbarkeit der Gewerbegebiete und die intensive Bedarfslage der Fachkräfte hingewiesen und für die Ausweitung des Busangebotes geworben, um dem akuten Fachkräftemangel entgegenzuwirken und umweltfreundliche Pendelkonzepte über den öffentlichen Nahverkehr abzubilden.

Aushilfen der EWG Rheine führen Blitzumfragen in den G- und C-Linien durch