Gemeinsame Rundfahrt zum Auftakt des Dorfentwicklungsprozesses

Die Stadt Rheine macht sich auf den Weg, in den nächsten zwei Jahren für die sechs solitären Ortslagen Altenrheine, Elte, Gellendorf, Hauenhorst, Mesum und Rodde gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort sogenannte Dorfentwicklungspläne zu erarbeiten. Ziel ist die Stärkung der Außenbereiche der Stadt Rheine.

Zum einen sollen die unterschiedlichen Ortschaften auf Basis ihrer jeweiligen Besonderheiten eigenständige Konzepte für ihre zukünftige Entwicklung erhalten. Zum anderen soll eine gemeinsame Strategie auf den Weg gebracht werden, die wiederkehrende Fragestellungen in den Ortslagen gemeinsam beantwortet und dabei neue Synergien und Kooperationen ermöglicht. Neben der Stadtverwaltung Rheine wird das Verfahren zur Erarbeitung von Dorfentwicklungsplänen durch das Kölner Planungsbüro stadtland IMPULS begleitet, die im Laufe der nächsten zwei Jahre eine Vielzahl von Terminen und Werkstätten gemeinsam mit den Dorfgemeinschaften vor Ort durchführen werden.

Zum Auftakt des Verfahrens fand vom Montag, 18. März 2024, bis Mittwoch, 20. März 2024, eine gemeinsame Fahrrad-Rundfahrt durch die unterschiedlichen Ortslagen statt. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern der jeweiligen Ortschaften hatten die Stadtverwaltung Rheine und das Planungsbüro Gelegenheit, den Projektraum zu „erfahren“ und wichtige Themen und Standorte kennenzulernen.

Zunächst ging es nach Altenrheine, wo mit verschiedenen Vertretern der Altenrheiner Bürgerschaft vor allem die Themen eines Dorfmittelpunkts rund um das alte und neue Lambertihaus sowie Wohnlösungen für die verschiedenen Generationen in Altenrheine gemeinsam diskutiert wurden. Darüber hinaus besuchten sie unter anderem die Sportanlagen, die Kanalschleuse, das Schützenheim sowie die Kapelle.

Anschließend fuhr das Planungsteam nach Rodde und traf am ortsprägenden Dorfladen eine Gruppe Rodder Bürgerinnen und Bürger. Hier standen die Themen der Vereinsstrukturen im Dorf, die bauliche Entwicklung der Flächen um den Dorfladen und den Bahnübergang sowie die Nutzung der Schule im Vordergrund. Besonders hervorgehoben wurde dabei die günstige Lage am Kanal für Freizeit und Naherholung. Im Anschluss besuchte die Gruppe den Ortsteil Kanalhafen.

Am Dienstag ging die gemeinsame Fahrradexkursion weiter nach Gellendorf. Hier wurden die Werksiedlungen im nördlichen Teil sowie die ehemalige Bauernschaft in Verbindung mit der Gartenstadt im südlichen Teil Gellendorfs als Besonderheiten der Ortslage vorgestellt. Im Zentrum der Diskussion stand dabei insbesondere die heute noch aktive Konradschule und deren Bedeutung für Gellendorf.

Im Anschluss daran besichtigte das Planerteam die Ortschaft Hauenhorst. Zentrale Themen waren dabei das neue Vereinshaus an den Sportanlagen als zentraler Treffpunkt für Vereine, die Nutzung der Fläche des eigentlichen Dorfplatzes im Zentrum und mögliche Orte und Angebote für Jugendliche. Im Anschluss wurde der Ortsteil Catenhorn ebenfalls mit dem Fahrrad besichtigt.

Die Ortslage Elte bildete den Abschluss des zweiten Exkursionstages. Gemeinsam mit der Elteraner Dorfgemeinschaft wurden neben einer gewünschten Neugestaltung des Dorfplatzes, die Themen eines Jugendraums innerhalb des Dorfes sowie Flächen für Freizeit und Naherholung gemeinsam erörtert und die entsprechenden Orte besucht. Dabei wurden viele bereits laufende Projekte und Ideen der Dorfgemeinschaft vorgestellt.

Die gemeinsame Fahrradexkursion fand am Mittwoch ihren Abschluss in Mesum. Hier wurden neben den zentralen Plätzen in Mesum-Dorf und Mesum-Feld besonders die Themen von Angeboten für Kinder und Jugendliche, Wegeverbindungen sowie Strukturwandelflächen erörtert. Ein besonderes Anliegen der Dorfgemeinschaft war dabei die Neu- bzw. Umgestaltung der alten Bahnhofsstraße mit einer Verkehrsberuhigung und dem Erhalt der Einzelhandelsstrukturen.

Neben den vielfältigen ortsbezogenen Besonderheiten wurden im Rahmen der Exkursion auch gemeinsame Herausforderungen aller Ortslagen wie zukünftiges Wohnen für verschiedene Generationen, Rad-, Wander- und Verbindungswege in und zwischen den Ortslagen sowie Tourismus und Freizeitnutzungen diskutiert. Auch hierfür sollen im Zuge des Dorfentwicklungsprozesses gemeinsam Lösungsansätze und zukunftsfähige Strategien erarbeitet werden. Nächste Schritte des Dialog- und Planungsprozesses sind die Vorstellung des Verfahrens im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz sowie eine gemeinsame Auftaktveranstaltung für alle Ortslagen am Montag, 27. Mai 2024. Veranstaltungsort und Uhrzeit werden rechtzeitig bekannt gegeben. Im Sommer und Herbst diesen Jahres finden dann in allen Ortschaften Dorfwerkstätten vor Ort statt, zu denen die gesamte Bevölkerung herzlich eingeladen ist.

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