Mitwirkung bei der Erstellung des neuen Radverkehrskonzeptes für Rheine erwünscht

Bürgerwerkstatt Radverkehrskonzept am Mittwoch 03.04.2019

Rheine ist eine Fahrradstadt. Fahrradbegeisterte Bürgerinnen und Bürger, günstige Randbedingungen und ein dichtes (touristisches) Radverkehrsnetz ermöglichen es, dass 27 % der Wege innerhalb der Stadt Rheine mit dem Rad zurückgelegt werden. Damit leistet das Fahrrad einen unverzichtbaren Beitrag zur Entlastung der Stadt von Lärm, Abgasen, zugeparkten Straßen und somit zur Gesundheit und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger von Rheine.

Radverkehrsplanung ist in Rheine zu einem selbstverständlichen Bestandteil kommunaler Verkehrsplanung geworden und die Infrastruktur bewegt sich auf einem guten Niveau. Milena Schauer, die neue zuständige Baudezernentin der Stadt Rheine weist jedoch darauf hin, dass der Ausbau des Radverkehrsnetzes und die angelegte Infrastruktur zum Teil nicht mehr aktuellen Standards entspricht, Lücken im Netz aufweist und die Wegequalität in Teilen verbesserungswürdig ist.

„Die Verbesserung der Wegeinfrastruktur und die Optimierung des Radroutennetzes soll daher eines der wesentlichen Ziele einer künftigen Radverkehrsstrategie der Stadt Rheine sein.“ gibt Frau Schauer die Zielrichtung vor.

Herausforderung und Chance dieser Strategie bietet der stark wachsende Anteil elektrisch unterstützter Fahrräder. Damit können die großen Potenziale des Fahrrades auch über größere Wegelängen stärker genutzt werden, die Infrastruktur muss aber auch den höheren Geschwindigkeiten gerecht werden. Nicht zuletzt macht die zunehmende Verteuerung der motorisierten Mobilität eine Förderung des Radverkehrs und der Nahmobilität auch aus sozialen Aspekten immer wichtiger.

Vorrangige Ziele des neuen Radverkehrskonzepts für Rheine sollen sein: Den Anteil des Radverkehrs zu steigern, gleichzeitig soll die Anzahl der Radverkehrsunfälle z.B. durch Sicherheitsmaßnahmen bei Abbiegevorgängen gesenkt und die Anforderungen der Nahmobilität stärker berücksichtigt werden.

Das neue Radverkehrskonzept wird vom büro stadtVerkehr aus Hilden entwickelt und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Das zu erstellende Konzept soll als handlungsorientierte Grundlage bei der künftigen Verkehrs- und Stadtentwicklung von Rheine Berücksichtigung finden und in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt entwickelt werden.

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sind eingeladen sich aktiv an der Entwicklung des Konzeptes zu beteiligen. Die erste Bürgerwerkstatt, bei der es um die Bestandsaufnahme für das Konzept geht, findet am Mittwoch den 03.04.2019 von 18:00 bis 20:00 Uhr im Veranstaltungsraum der Familienbildungsstätte an der Mühlenstraße 29 statt. Eine weitere Bürgerveranstaltung und eine Planungsradtour finden in den kommenden Monaten statt.