Saline Gottesgabe

Salz, das „weiße Gold“ aus Bentlage war jahrhundertelang ein überaus begehrtes Handelsgut, welches auf der Salzstraße zum Salzhof in die Bischofsstadt Münster transportiert und von dort weiter verhandelt wurde.

Die Salzgewinnung in Bentlage reicht weit ins Mittelalter zurück. In der Klosterzeit unter den Kreuzherren wurde das Salz zunächst für den Eigenbedarf gewonnen. Mit der von Fürstbischof Clemens August begründeten Salinen-Sozietät erfolgte ab 1743 eine grundlegende Modernisierung der Saline unter der Leitung des fürstlichen Baumeisters Johann Conrad Schlaun und des bekannten Salinenspezialisten Joachim Friedrich von Beust. Aus der Blütezeit der Salzgewinnung stammt die umfängliche Salinenanlage mit dem einst fast 300 Meter langen Gradierwerk, die erste derartige Anlage in Westfalen. 1890 eröffnete man zum bestehenden Salinenbetrieb den Bade- und Kurbetrieb. Der Badebetrieb wurde zum zweiten Standbein der Saline. Die Saline selbst wurde bis 1952 betrieben, Solebäder wurden noch bis 1975 verabreicht.

Die bis heute erhaltenen und renovierten Gebäude der Saline Gottesgabe bilden ein in der weiten Region einmaliges Ensemble, das zu den ältesten technischen Kulturdenkmälern in Westfalen aus vorindustrieller Zeit gehört.

Die Außenanlage – der heutige Salinenpark sowie der im Jahre 2017 neu eröffneten Schausiedepfanne – kann jederzeit besichtigt werden. Das Salzsiedehaus mit seinen historischen Siedepfannen, Feuerungsstätten und Salzlagern ist nur im Rahmen einer Führung oder eines museumspädagogischen Programms zugänglich.

Ein weiteres Highlight ist das vom Förderverein Saline Gottesgabe seit einigen Jahren wieder selbst gewonnene Bentlager Salz, welches  sich nicht nur in Rheine, sondern auch der weiteren Umgebung immer größerer Beliebtheit erfreut. Weil der Verein auf natürliche Sole zurückgreift und keine chemischen Zusätze verwendet, entsteht bei der Siedung ein naturbelassenes Salz, das wegen des milden Geschmackes sehr geschätzt wird. Es hat sich als Wahrzeichen unserer Stadt entwickelt und viele namhaften Firmen setzen unsere Salzsäckchen für ihre Werbung ein. 

Weitere Infos

http://www.saline-gottesgabe.de

 

Adresse
Informationszentrum Dreigiebelhaus
Salinenstraße 105
48431 Rheine
Telefon: 05971 9127894
Fax: 05971 9127895
E-Mail: dreigiebelhaus@rheine-tourismus.de
Besuchszeiten


Salzsiedehaus mit Salzwerkstatt
Salinenstr. 105
48431 Rheine
Telefon: 05971 920610
Web: http://www.rheine.de.de/252
E-Mail: ursula.hartmann@rheine.de
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